Von Karatebienen, Techno Drohnen und Silberrücken. (Spurenlesen im Bienenvolk )- spannende Einblicke in das Leben des Bien konnten die über 100 Besucher am Do den 5.9. in Herborn-Burg sammeln. Der Herborner Bienenzuchtverein „An der Dill“ hatte geladen und mit dem bekannten Imkermeister, Diplom Biologen und Bienenzuchtberater Guido Eich vom rollenden Bieneninstitut des Laves in Celle als Referent einen Volltreffer gelandet. Die faszinierende Lebensweise des Bien wie man als Imker sieht, was das Volk gerade so beschäftigt, zeigte Guido Eich etwas Old School aber sehr eindrucksvoll. Auf sehr humorvolle Art und Weise fesselte er das Publikum mit seinem wertvollen Erfahrungsschatz. So konnte man z. B. lernen per Hand auflegen am Bienenvolk, zu erfahren, ob dieses in Brut ist. Oder das man das Alter der Königin schon am Beobachten des Flugloches an bestimmten Merkmalen erkennen kann. Amüsante Detektivarbeit welche einen ganz anderen Blick auf das Wesen Bien wirft.

Einmal Imker immer Imker und das mit Leib und Seele- Guido Eich imkert seit über 46 Jahren und hat schon in sehr jungen Jahren damit angefangen. Diese Begeisterung steckte auch das Publikum an. Ein sehr gelungener Vortrag. S.Schlicht

  Guido Eich

 

Als Bienenzuchtberater am LAVES - Institut für Bienenkunde Celle, bin ich für das Nordwestliche Niedersachsen (>3500 zu betreuende Imker) zuständig. Dienstsitz ist Oldenburg. Mein Aufgabenbereich umfasst die Aus- und Fortbildung von Imkern zu allen Themen der Imkerei und die Förderung der Bienengesundheit. Aktive Hilfestellungen erfolgen beim Erkennen, Sanieren und der Aufklärung der amerikanischen Faulbrut, beim Imker, in den Vereinen und mit den Amtsveterinären. Als Diplom Biologe und Imkermeister bemühe ich mich Imkern und Laien die Biologie der Honigbiene und ihrer Mitspieler als Gesamtgefüge zu vermitteln - Wissenschaft und Praxis zu verknüpfen. Langjährige Erfahrungen aus der eigenen privaten Imkerei in Süddeutschland (Mittelgebirge bis 700 Meter, Wanderimkerei, Hohenheimer Wanderbeuten und Zandermaß, Früh- und Waldtracht) und der Beratungstätigkeit in Norddeutschland (Flachland bis 100 m, Segeberger Kunststoffbeuten, Deutsch Normalmaß, Raps- und Heidetracht) werde ich bei den Monatsbetrachtungen versuchen einfließen zu lassen. Als privater Imker erfolgt die Varroabehandlung seit 1987 ausschließlich mit organischen Säuren, ein imkern vor der Varroa war mir vergönnt. Heute ist die Varroabehandlung nach Behandlungskonzepten, sowie Flugloch- und Gemülldiagnose integrierter Bestandteil meiner Betriebsweise. Das Veredeln von Bienenprodukten (Mittelwände, Kerzen, Met, Bärenfang, Pollen, etc.) ist ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. Meine Aufgabe wird es sein, Ihnen ein Jahr lang kurzweilige und informative Monatsanweisungen zu geben, so wie ich das Bienenhalten sehe. Hierzu werde ich immer wieder Hinweise zum Spuren lesen im Bienenvolk geben, wie man Waben-, Gemüll und Fluglochdiagnose betreiben kann, zum Erkennen des Gesundheits- und Volkszustandes. Erkennt man den „Gemütszustand“ seines Volkes ist der Umgang mit den Bienen wesentlich einfacher. In der Januar Betrachtung werden Sie die ersten Tipps zum Lesen der Bienen finden. Im Laufe des Jahres werden Sie auch viele Hinweise zur Bienengesundheit bekommen, denn nur gesunde Bienen machen viel Spaß und bringen reichlich Honig.

 

 

Viel Erfolg wünscht Guido Eich

 

Am 26.02.2019 fand die jährliche Hauptversammlung des Bienenzuchtvereins "An der Dill e.V." statt.

Anläßlich dieser Feier wurde unser Vorstandsmitglied Helmut Grofer mit der goldenen Nadel des Deutschen Imkerbundes für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

(1. Vorsitzender Michael Walter links, Helmut Grofer rechts)

 

 

 

 

Ferienpassaktion 2018 Herborn

Am 13.07.2018 war unser Verein im Rahmen der Herborner Ferienpassaktion aktiv.

 

Auf dem Gelände der Vitos-Klinik konten wir 21 Mädchen und Jungen die Welt der Bienen

näherbringen.

 

Die jungen Leuten erforschten an einem realen Bienenstock von Reiner Jahn das Leben der Honigbienen.

 

Michael Walter und Daniel Schlicht zeigten den begeisterten Teilnehmern den Weg des Honigs vom Entdeckeln der Waben, über die Honigschleuder, ins Glas.

Ein wenig Theorie, anhand einer bebilderten Schaubeute und einiger Lehrtafeln, rundete die Information für die jungen Leute ab.

 

Nachdem dann jeder noch ein paar kleine Geschenke und natürlich ein Gläschen selbstgeschleuderten Honig mit auf den Heimweg nehmen konnten, war die Freude groß.

   Bericht: Bernd lorenz

 

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Hessischer Honigtag 2017

Die prämierten Honiglose wurden jeweils zur Hälfte an den Brotkorb Herborn und die Tafel des DRK in Dillenburg gespendet.
Die prämierten Honiglose wurden jeweils zur Hälfte an den Brotkorb Herborn und die Tafel des DRK in Dillenburg gespendet.

Der von uns ausgerichtete Honigtag 2017 wurde von allen Beteiligten ausdrücklich gelobt.

 

Der Vorstand bedankt sich nochmals ausdrücklich für die Hilfe der Mitglieder, die mit ihrem großen Einsatz zu diesem Erfolg beigetragen haben.

 

So ganz nebenbei hat unser Vereinsmitglied Dirk Pipping den 1.Staatspreis des Landes Hessen überreicht bekommen.

Auch die anderen Teilnehmer unseres Vereins, die an der Honigprämierung teilgenommen haben, sind mit reichlich Medaillen belohnt worden.

 

 

Hier sind von unserem Verein folgende Mitglieder mit einer Medaille geehrt worden:

v.l.: Wolfgang Lampe, Jochen Krumm, Michael Blosche, Michael Walter und Dirk Pipping

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der nächsten Gruppe sind von unserem Verein folgende Mitglieder mit einer Medaille geehrt worden:

Benjamin Hartmann, Helmut Ernst, Bernd Lorenz, Simone Granzow

 

Hessens bester Honig ist aus Burg

 

Natur  Imker-Landesverband tagt in Driedorf / Dirk Pipping „total baff“ über Auszeichnung

 Driedorf: Der Herborner Hobbyimker Dirk Pipping hat dieses Jahr landesweit den besten Spitzenhonig produziert. Für diese Leistung ist er beim neunten hessischen Imkertag am Sonntag im Driedorfer Bürgerhaus ausgezeichnet worden.

Der Berufsschullehrer war „total baff“.

 

 

Der Landesverband Hessischer Imker veranstaltet jährlich den hessischen Honigtag, bei dem Imker sich über Erfahrungen und Entwicklungen austauschen können. Höhepunkt ist die Preisverleihung.

Die eingereichten Honige werden nach einem bundesweit einheitlichen Schema geprüft: Sauberkeit, Konsistenz, Geruch und Geschmack. Zudem gibt es eine chemisch-physikalische Analyse, die zum Beispiel auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln hin prüft.

Diesmal hatten 230 Imker ihren Honig eingereicht und damit eine Chance auf die begehrte Auszeichnung.

   Die fünf besten, mit Gold prämierten Imker bekamen von Honigkönigin Carolin I., Manfred Ritz, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Hessischer Imker, sowie von der Staatssekretärin und Biologin Dr. Beatrix Tappeser (Grüne) in Driedorf Medaillen übergeben.

 

Die beiden Besten erhielten zusätzlich eine Ehrenmedaille der Hessischen Landesregierung in Silber und Bronze. Dirk Pipping aus Burg wurde mit der Staatsmedaille in Silber geehrt. Die vier weiteren Geehrten kamen aus Südhessen.

 

Dirk Pipping hatte zum ersten Mal seinen Blütenhonig eingereicht. „Ich wusste nichts von der Auszeichnung. Unser Vorsitzender Michael Walter wusste Bescheid und hat sichergestellt, dass ich nach Driedorf komme“, berichtet der 49-Jährige der Redaktion.

 

Der Lehrer an den Gewerblichen Schulen in Dillenburg hat nur eine kleine Zucht von acht Bienenvölkern, wie er sagt. Den prämierten Honig haben die Bienen, die auf seinem Balkon im Burg leben und durch die Gärten im Wohngebiet fliegen, hergestellt.

 Die Charge, die er nun mit „Gold“ etikettieren darf, ist fast weg, denn er beliefert eigentlich

nur Familie und Freunde. 80 Kilogramm Honig hat er dieses Jahr herstellen können.

Am liebsten isst Imker Dirk Pipping seinen Honig, wenn er cremig ist, auf einem Brötchen

 

Seit sechs Jahren ist der Burger Hobbyimker. „Dass das alles so gut klappt, habe ich dem wunderbaren Bienenzuchtverein ,An der Dill’ zu verdanken“, schwärmt Pipping.

Die Mitglieder würden ihr großes Fachwissen regelmäßig in Vorträgen teilen – und da habe er alles gelernt, was er über die Imkerei weiß.

„Das ist wirklich ein toller Verein, tolle Menschen“, lobt er.

 

Lob gab es beim Imkertag auch für den Kreisverband: Gewürdigt wurde in Grußworten im

 voll besetzten Bürgerhaus die landesweite Kampagne „Hessen blüht“ – der Kreisverband Dillenburg habe mit „Haiger blüht“ Vorbildfunktion für weitere Aktionen bewiesen. Abschließend wies der Landesvorsitzende darauf hin,

dass hessenweit in 163 Vereinen 59 000 Bienenvölker betreut werden.

 

„Insgesamt entfallen auf die eingereichten Honige 80 Gold-, 85 Silber- und 20 Bronzemedaillen. Die hessischen Imker produzieren Honige von hoher Qualität. Die Verbraucher treffen eine gute Wahl, wenn sie bei einem der rund 10 000 Imker einkaufen,“ sagte Ritz.

 

 Auch der Testhonig wird nicht weggeworfen: Die nach der Prämierung wieder verschlossenen und versiegelten Honiggläser wurden an soziale Institutionen wie den „Brotkorb“ in Herborn und die „Tafel“ in Dillenburg übergeben.

 

 

Mit einem Fachvortrag von Dr. von der Ohe, dem Leiter des Laves-Instituts für Bienenkunde in Celle, über Honig und Analytik endete der Imkertag.

 

Und wie isst Hessens bester Imker seinen Honig am liebsten? 

„Wenn er noch flüssig ist, mit Butter und frischem Brot. Am liebsten mag ich ihn aber so cremig wie Nutella, das ich auch sehr liebe – und dann auf einem Brötchen“, verrät der 49-Jährige der Redaktion lachend.

Bericht in der Dill Post, Herborner Tageblatt u.a.